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Arthroseschmerzen
Arthrose – das bedeutet für Millionen Patienten Einschränkungen bei ganz alltäglichen Bewegungen und damit verbunden oft sehr starke Gelenkschmerzen. Zu Beginn der Erkrankung sind es nur kurzzeitige Anlaufschmerzen nach längeren Ruhephasen, bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß dann aber oft zermürbende Dauerschmerzen – am Tag und in der Nacht. Ein erholsamer Schlaf ist damit unmöglich. Übermüdung und schlechte Stimmung verstärken die Schmerzen, die sich mit der Zeit zu einer eigenständigen Krankheit entwickeln können.
Zwar gibt es bisher noch keine Medikamente, mit denen der krankhafte Gelenkverschleiß rückgängig gemacht und die Arthrose geheilt werden kann. Resignieren muss aber heute trotzdem niemand, denn sowohl die Medizin als auch die angrenzenden Heilberufe haben auch bei der Therapie der Arthrose enorme Fortschritte gemacht. Und nicht zuletzt die Betroffenen selbst können in den aktuellen Forschungsergebnissen genügend Hinweise auf Möglichkeiten der Selbsthilfe entdecken und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung eines Lebens mit Arthrose leisten.
Chronische Schmerzen werden heute meist nach dem so genannten Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) behandelt. Bei diesem Therapiekonzept richtet sich die Auswahl der Schmerzmittel allein nach der Stärke der Schmerzen; die Grunderkrankung spielt dabei häufig keine Rolle. Bei sehr starken Schmerzen werden häufig Opioide der Stufen 2 und 3 verordnet. Diese Schmerzmittel werden von vielen der meist älteren Arthrose-Patienten oft besser vertragen als die vermeintlich harmlosen Schmerzmittel der Stufe 1, die bei Dauerbehandlung gravierende Magenprobleme verursachen können. Aber Vorsicht! Auch diese potenten Schmerzmittel sind kein Allheilmittel. Zwar greifen sie perfekt in die Biologie der Schmerzentstehung ein, aber das Leiden am körperlichen Schmerz bleibt davon häufig unberührt. Daher muss in der Behandlung der Arthrose auch immer auf weitere Symptome "hinter den Schmerzen" geschaut werden und in jedem Fall geeignete Therapien ergänzt werden, die eine Bewältigung der Erkrankung über den Schmerz hinaus ermöglichen.
Erst bei weit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß im Alter, wenn auch alltägliche Bewegungen so schwierig werden, dass Immobilität droht, profitieren die Patienten von einem künstlichen Gelenk. Besonders der Ersatz des Hüftgelenks gilt als einer der bedeutendsten medizinischen Fortschritte des 20. Jahrhunderts.
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